Wir in der Presse

Schwarzwälder Bote 18. Oktober 2013

Er rollt und rollt und rollt

Eine runde Sache: Zorbing an der Hochfirstschanze soll auch 2014 angeboten werden.

  1. Was manchen erschrecken mag, macht andere richtig an: Seit August wird in der Riesenkugel der Schanzenauslauf runtergekugelt, Hunderte haben sich bereits den Hang hinab getraut. Foto: BZ

 

TITISEE-NEUSTADT. Das Geschäft mit der Riesenkugel läuft. Nach den ersten Monaten des Testlaufs an der Hochfirstschanze ziehen die Zorbing-Anbieter eine positive Bilanz. Hunderte Abenteuerlustige sind inzwischen in dem überdimensionierten Plastikball den Auslauf der Skisprungarena runtergerollt. Ende des Monats wird die Saison für Zorbonauten beendet. Doch 2014 soll in Neustadt wieder gekugelt werden.

Timo Grießenauer ist selbst etwas überrascht. "Es ist besser gestartet als erwartet", sagt der Unternehmer, der mit einem Partner das Zorbing in Neustadt anbietet. "Wir konnten mehrere Hundert Fahrten verbuchen", sagt er. Das Publikum sei dabei absolut gemischt gewesen. Vom Alter als auch von der Herkunft. "Wir hatten über das Internet Buchungen aus Portugal und Spanien", sagt Grießenauer. Manch deutscher Tourist sei extra für das Zorbing in den Hochschwarzwald gekommen und noch ein, zwei Tage geblieben. Die Zusammenarbeit mit den Touristikern der Region läuft. So gab es eine Infoveranstaltung für die Mitarbeiter der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, damit sie wissen, was sie den Gästen da empfehlen. Testfahrt inklusive.

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Mit 70 Jahren in die Kugel


In den Zorb, wie die Kugel genannt wird, steigen aber nicht nur Touristen. Auch viele Menschen aus der Region und aus Südbaden wollten die Attraktion ausprobieren. Das Mindestalter für eine Fahrt ist 14, nach oben gibt es keine Grenzen. "Unser ältester Fahrgast war 70", sagt der Unternehmer.

Unfälle gab es keine, sagt Grießenauer und in die Kugel gebrochen hat ihm auch niemand. Auch die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv. "Einige waren vor der Fahrt etwas enttäuscht. Sie dachten, es geht direkt über die Schanze hinunter. Nach der Fahrt war aber keiner mehr unzufrieden", sagt Grießenauer.

Immer am Wochenende und an Feiertagen ist die Kugel in Betrieb. Das Geschäft ist allerdings stark wetterabhängig. Bei schlechten Bedingungen kommen nur die Menschen, die über das Internet eine Fahrt gebucht haben. Am Sonntag, 27.Oktober, wird zum letzten Mal in diesem Jahr gerollt.

Wenn alles nach Plan läuft, geht der Zorb auch 2014 wieder an den Start. "Die Gespräche mit der Stadt laufen", sagt Grießenauer. Die Resonanz der Verwaltung auf das Freizeitangebot sei sehr positiv. Falls nichts Unvorhergesehenes passiert, kann dann vom kommenden Juni an wieder der Schanzenauslauf runtergerollt werden. Dann soll auf Wunsch auch eine kleine Kamera mit an Bord sein, die die Fahrt von innen filmt. Das Video vom wilden Ritt sowie Zorbing-T-Shirts sollen dann an der Schanze an die Fahrgäste verkauft werden.

 

18. Oktober 2013 Badische Zeitung

Der Schwarzwald bleibt mit Zorbing am Ball

Karussell im Bauch: Downhill Zorbing an der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt. Ein Selbstversuch.

  1. Einstieg in die Zauberkugel: Vor dem Start gibt es noch einmal Einweisungen, dann geht’s los. Foto: Sophia Hesser

 

 

Adrenalin – nein, danke. Ich steige nicht in Achterbahnen. Ich bin ein Angsthase. Auf dem Weg zur Hochfirstschanze in Neustadt zittern mir die Knie. Dort soll ich – Redaktionsauftrag – die neue Attraktion des Schwarzwalds testen: Downhill Zorbing. Eine durchsichtige Kugel von etwas mehr als drei Metern Durchmesser. In ihr steckt eine weitere Kugel mit zwei Gurtsystemen. 400 Verbindungsschnüre halten die kleinere Kugel in korrekter Position. Bis zu zwei Personen können in dem Ball den Auslauf der Skisprungschanze hinunterkullern. Karussell im Magen, Füße über dem Kopf, Orientierungslosigkeit, Ausgeliefertsein – schöne Aussichten.

Zorbing: BZ-Redakteur kugelt Neustädter Skischanze hinunter (2:19)

 

 

Am Ort des Schreckens begrüßen mich eine Ufo-artige, von der Sonne erleuchtete Kugel und ein breites Grinsen: "Keine Sorge, bisher fanden es alle toll." Timo Griessenauer will mich ermutigen, in dieses futuristisch anmutende Ding zu springen. "Es bleibt alles im Spaßbereich."

Darum soll es an der Schanze gehen – Spaß. Zusammen mit Philipp Hog hat der Emmendinger die Kugel nach Neustadt gebracht. Downhill Zorbing ist eine Freizeitaktivität aus Neuseeland. Die zwei Jungunternehmer machten einen Proberitt in Österreich und schnell stand fest: "So etwas brauchen wir in Deutschland auch." In der Hochschwarzwald Tourismus GmbH fanden die beiden einen begeisterten Partner. Sind sie dort doch schon als die Wanderabenteuerer bekannt. Seit 2010 bieten sie Geocaching-Touren im Schwarzwald an. Mit GPS und Schatzsucherlaune werden Gäste durch die Tiefen des Waldes gelotst – vor allem bei Kindern eine gefragte Abwechslung zum Sightseeing mit den Eltern. Nicht genug für die zwei Emmendinger.

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Der Zorbball soll den Schwarzwald nun noch attraktiver für Urlauber und Einheimische machen. Die Hochfirstschanze bietet die idealen Voraussetzungen für einen Ritt im Ball. Die seitlichen Banden halten den Ball im Zaum. Der Zorbhersteller selbst hat sich von den Begebenheiten vor Ort ein Bild gemacht. Er hat sein Okay gegeben. "Der Schwarzwald braucht frischen Wind. Mit dem Downhill Zorbing soll er jünger werden", sagt Griessenauer. Die Gemeinde Neustadt war gleich dabei. "Die schwerste Frage war eigentlich nur, wer als erstes in die Kugel steigen darf", sagt Griessenauer lachend. Nach eineinhalb Jahren Planung rollt jetzt seit Anfang August der Ball.

Anwohner kommen an der Schanze vorbei und wollen die Kugel sehen, am besten gleich ausprobieren. "Wir sind jetzt Nachbarn!", freut sich eine junge Neustädterin. Sie findet es klasse, dass die Schanze im Sommer nicht brach liegt, sondern eine weitere Verwendung gefunden hat.

An der Startrampe steigen bis zu zwei Personen in die Kugel ein. Sie werden festgeschnallt, der Ball wird losgelöst und dann rollen die Zorbonauten – wie die zwei Jungunternehmer die Wagemutigen nennen – mit 30 Stundenkilometern den Hang hinunter. Bis Oktober kann bei gutem Wetter an jedem Wochenende gezorbt, also hinuntergekugelt werden.

Ein Ehepaar aus dem Rheinland kommt vorbei. Sie verdreht die Augen: "Andere schauen sich Sehenswürdigkeiten an, wir mussten unbedingt hierher, damit mein Mann auch mal da hinunterrollen kann." Sie traut sich nicht, er ist fasziniert vom kurzzeitigen Kontrollverlust.

So viel Begeisterung – los geht’s. Mit einem Hechtsprung lande ich, mehr oder weniger elegant, in der Kugel. Schultergurt, Bauchgurt, Fußgurt und zwei Schlingen, an denen ich mich krampfhaft festhalte. Vor mir der Auslauf der Schanze. Es wird schon gut gehen, der Zorbball ist schließlich TÜV-geprüft. Durch die zwei Löcher im Ball, die Ausgänge, grinsen mich die Zorbing-Propheten aufmunternd an. Griessenauer löst den Ball. Hog gibt ihm einen leichten Stoß. Der Ball setzt sich quietschend in Bewegung. Schwerfällig beginnen wir zu rollen, gewinnen dann an Fahrt und schließlich wirbeln in gefühlter Lichtgeschwindigkeit meine Innereien umher. Alles dreht sich. Nichts ist mehr da, wo es hingehört. Das Gefühl für Zeit und Schnelligkeit geht verloren, Orientierung gleich null. Wo ist oben? Wo ist unten? Die Welt besteht nur noch aus Blau und Grün. Hinter der durchsichtigen Plastikwand vermischen sich die Farben zu einem undefinierbaren Wirrwarr. Irgendwann werden wir vom gegenüberliegenden Hang langsam abgebremst. Was für ein Spaß!

Während ich mich mit zitternden Knien von dieser schockierenden Tatsache erhole, kommen Schaulustige vorbei: "Das Geschrei im Ball war so schön." – und schon ist ein Ticket verkauft.





DOWNHILL ZORBING




Hochfirstschanze in Neustadt, Öffnungszeiten: bis Oktober samstags, sonntags und an Feiertagen, 11 bis 17 Uhr; Tickets gibt es direkt an der Anlage oder können im Internet unter http://www.myzorbing.de reserviert werden. Eine Fahrt im Zorbball für 22 Euro, das Zweierpaket 38 Euro, das 5-Friends-Paket 85 Euro; körperliche Voraussetzungen sind lediglich eine Körpergröße von 1,40 Meter bis 2,00 Meter und ein Maximalgewicht von 200 Kilogramm.

Bei Dauerregen und Unwetter bleibt die Anlage geschlossen. Infos:  07641/6588 und im Internet unter http://www.myzorbing.de

 

30. August 2013 Badischen Zeitung

Pressebericht in der gedruckten Ausgabe von der Wochenzeitung "Der Sonntag" am 22.09.2013
SWR3 an der Downhill Zorbinganlage in Titisee-Neustadt
Jens Grotegut besuchte unsere Zorbinganlage und wagte für die SWR3 Hörer einen Test-Ride.
Viel Spaß beim reinhören!
Mitschnitt Reportage Zorbing.mp3
MP3-Audiodatei [3.1 MB]
Zorbing bei SWR1
Zorbing SWR1.mp3
MP3-Audiodatei [3.5 MB]

Badische Zeitung vom 2. August 2013

  

  

Start frei

Zorbing - an der Hochfirstschanze wird in Riesenkugeln gerollt

Alles dreht sich – und so soll es sein. An der Hochfirstschanze in Neustadt wird seit Freitag Zorbing angeboten. Dabei klettern Menschen in eine riesige Plastikkugel und rollen damit den Abhang herab. Eine Testfahrt.

  1. Philipp Hog und Timo Grießenauer bringen die Kugel nach Neustadt. Foto: Sebastian Wolfrum

  2. Es geht bergab: Der Zorb steht bereit, mehr als 15 Prozent Gefälle beschleunigen die Kugel. Foto: S. Wolfrum

 

 

Wo ist oben, wo unten? Keine Chance, das Hirn kommt nicht mehr mit. Der Zorb dreht sich, rollt mit etwa 30 Kilometern in der Stunde den Auslauf der Sprungschanze in Neustadt runter. Blau, grün, blau, grün, der Horizont der Passagiere der transparenten Riesenkugel wechselt ständig zwischen Boden und Himmel. Dazu kribbelt der Bauch, Achterbahnfahren lässt grüßen.

 

Seit diesem Wochenende kann man einen neuen Menschenschlag im Hochschwarzwald treffen: die Zorbonauten. So nennt man die Wagemutigen, die die Kugel reiten. Das Ganze ins Rollen gebracht haben Philip Hog und Timo Grießenauer. Die beiden 29-jährigen Unternehmer aus Emmendingen bieten schon länger Geocaching Touren an, eine Art Schnitzeljagd mit modernen Ortungsgeräten. Jetzt haben sie erweitert und in die große Plastikkugel investiert.
 
Frisur verwuschelt, das Lächeln sitzt


Wer mitfahren will, hüpft mit einer Art Kopfsprung durch eine der beiden Öffnungen in den Zorb. Die PVC-Kugel mit 3, 20 Meter Durchmesser besteht aus zwei Bällen, die mit Schnüren miteinander verbunden sind. Innen ist es erstaunlich geräumig. An der Wand sind zwei Matten angebracht, die sich gegenüberliegen. Links und rechts davon Anschnallgurte, ein Sechs-Punkt-System. Bauch, Brust und Beine werden festgeschnallt, für die Hände gibt es Halteschlaufen.

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"Der Ball, die Gurte und die Anlage sind TÜV-zertifiziert", sagt Grießenauer. Er betont den Sicherheitsaspekt. Zorbing ist in die Negativschlagzeilen gekommen, als in Russland zwei Menschen verunglückten, die in einem Ball im Kaukasus eine Skipiste herunterrollten. Der Veranstalter wurde verhaftet, er hatte keine Lizenz. Das soll in Neustadt nicht passieren können, Banden begrenzen die Strecke auf beiden Seiten. Das Konzept von Hog und Grießenauer wurde von Behörden eingängig geprüft und genehmigt.

Zorbing stammt aus Neuseeland und ist in Tourismusgebieten weltweit inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr. In Deutschland findet man die Aktivität aber recht selten. In Verbindung mit einer Skischanze ist sie nach der Meinung von Rog und Grießenauer sogar weltweit einmalig. Verwaltung und Gemeinderat Titisee-Neustadts waren von Beginn an Fan des Projekts. Die städtische Fläche ist an die Zorbing-Unternehmer verpachtet. Die Bälle rollen an Feiertagen und Wochenenden, wenn andere Veranstaltungen stattfinden, ruht die Riesenkugel. Auch die heimischen Touristiker sind mit an Bord, die Hochschwarzwald Tourismus GmbH wird die Kugeln mit vermarkten.

Gestartet wird von einer kleinen Rampe am Kopf des Auslaufs. Die Kugel nimmt ziemlich schnell Fahrt auf. Zumal Zorbonauten gefühlt viel schneller kreisen, als es von außen aussehen mag. Die Veranstalter sprechen von etwa 30 Sekunden Fahrt, das Zeitgefühl geht bei den Fliehkräften aber schnell verloren. Erst wenn die Kugel den Gegenhang hinaufrollt und abbremst, kommt die Orientierung langsam zurück. Durchatmen, kurz schütteln, die Frisur ist verwuschelt, aber das Lächeln sitzt.

Preise und Buchen

Eine Fahrkarte kostet 22 Euro, zwei Personen zahlen 38 Euro. Gezorbt werden kann jeden Samstag, Sonntag und Feiertag noch bis einschließlich Oktober, immer von 11 bis 17 Uhr. Die Saison 2014 geht von Juni bis Oktober. Tickets gibt es vor Ort oder im Internet unter: http://www.myzorbing.de oder http://www.original-schwarzwald.de und http://www.hochschwarzwald.de

Badische Zeitung vom 3. März 2013

Das ist zum Kugeln

An der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt soll eine Downhill-Zorbingstation entstehen.

  1. In einem Plastikball einen Hang herunterrollen, das ist die Touristenattraktion Zorbing Foto: fotolia/candideye

 

 

TITISEE-NEUSTADT. Der Hochschwarzwald will sich die Kugel geben. An der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt soll diesen Sommer eine sogenannte Downhill-Zorbingstation entstehen. Dabei rollen Menschen in überdimensionalen Plastikkugeln einen Hang herab. Die großen Kunststoffbälle, auch Zorb genannt, bestehen aus einer äußeren und inneren Kugel, die mit zahlreichen Schnüren miteinander verbunden sind. Dazwischen ist ein Luftraum, der Schläge und Stöße abfedert. Die Insassen können sich in der Kugel anschnallen und festhalten.

Zwei Tourismusunternehmer aus Emmendingen planen, die Station am Auslauf der Hochfirstschanze aufzubauen. Gegenüber dem Aufsprunghügel soll eine Startrampe gebaut werden. Eine ruhige Kugel soll nicht geschoben werden. Das Gefälle kann die Insassen in kürzester Zeit auf bis zu 30 Kilometer in der Stunde beschleunigen. Gebremst werden die Zorbs, wenn sie bergauf kugeln, dort, wo im Winter die Skispringer landen. Eine Fahrt soll 30 bis 40 Sekunden dauern.

Zorbing wurde Anfang der 90er-Jahre in Neuseeland erfunden. Mittlerweile wird die Freizeitaktivität weltweit angeboten, vor allem in Touristikgebieten. In Deutschland sieht man die Kugeln allerdings relativ selten. Die Emmendinger Firma "Die Wanderabenteurer" will Zorbing über das Internet vermarkten. Auf Webseiten, auf denen auch Fallschirmsprünge oder Fahrten in Rennwagen vermittelt werden, soll der Ritt in der Riesenmurmel buchbar sein. Außerdem soll eng mit der Hochschwarzwald Tourismus GmbH zusammengearbeitet werden.

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Zorbing gilt als relativ sicher, auch wenn Mitte Januar in Russland ein Mann dabei ums Leben kam. Er war mit einem weiteren Mann in einem Skigebiet im Nordkaukasus eine Piste heruntergerollt, dabei war der unlenkbare und von innen nicht bremsbare Ball von der Piste abgekommen und einen unbefestigten Hang hinuntergestürzt. Der 25-jährige Organisator wurde daraufhin festgenommen. Die Veranstalter besaßen den Ermittlungen zufolge keine Lizenz für die Attraktion.

In Neustadt befinden sich von Anfang bis Ende der Strecke auf beiden Seiten Banden, sodass die Kugel nicht unkontrolliert wegrollen kann. Gestartet wird in TÜV-zertifizierten Zorbs.

Bevor die Sache ins Rollen kommt, liegt der Ball aber bei den Behörden. Die Gemeinde Titisee-Neustadt hat ihr Wohlwollen schon signalisiert, der Ausschuss für Umwelt und Technik Titisee-Neustadts hat sein Okay gegeben. Derzeit prüft das Landratsamt den Antrag der Emmendinger Firma. Wenn alles glatt läuft, könnte der Startschuss für das Zorbing im Hochschwarzwald noch in diesem Sommer fallen.

Badische Zeitung vom 20. Februar 2013

Geplante Attraktion in Neustadt: Bergab in der Riesenkugel

In riesigen Plastikkugeln den Hang runterrollen: An der Hochfirstschanze in Neustadt soll eine Downhill-Zorbingstation entstehen. Der Technische Ausschuss hat sein Okay gegeben, das Landratsamt prüft Sicherheitsauflagen.

  1. Solche Szenen könnten sich im Sommer in Neustadt wiederholen. Foto: Privat

 

 

In Neustadt soll eine Station für "Zorbonauten" entstehen. So werden die Menschen genannt, die sich in den riesigen Plastikkugeln (Zorbs) Hänge runterrollen lassen. Diese Freizeitaktivität ist weltweit verbreitet, nur in Deutschland wird Zorbing selten angeboten. Das wollen die Emmendinger Unternehmer Philipp Hog und Timo Grießhaber ändern.

Nach ihren Plänen soll auf Höhe der Schützenstraße eine kleine Startrampe gebaut werden. Hier würden die Menschen in die Kugeln steigen und losrollen. Das Gefälle beschleunigt die Zorbonauten und sorgt für den gewünschten Kick. Gebremst werden die Zorbs, wenn sie den gegenüberliegenden Aufsprunghügel der Schanze heraufrollen.

Sicherheit ist den Tourismusunternehmern, die mit ihrer Firma "die Wanderabenteurer" in der Gegend in Zusammenarbeit auch Geocaching-Touren anbieten das höchste Anliegen. "Wir verwenden Kugeln eines deutschen Herstellers, die sind TÜV zertifiziert. Von Anfang bis Ende der Strecke sind an der Seite Banden, so dass die Kugel nicht unkontrolliert wegrollen kann", sagt Timo Grießenauer.


Das Angebot soll sich an alle abenteuerlustigen Menschen, ob Tourist oder Einheimischer, wenden. Immer am Wochenende soll die Zorbingstation geöffnet sein. Vermarktet werden könnte die Anlage auch über die HTG.

Außerdem planen die Wanderabenteurer, dass Fahrten in der Kugel schon vorab im Internet gebucht werden können. "So könnte man den Zeitplan entzerren. Man muss nicht einen halben Tag einplanen dafür. Und zwischen den gebuchten Fahrten würden wir genügend Zeit freihalten für Menschen, die spontan vorbeikommen", sagt Grießhaber.

Möglicher Start im Sommer


Außerdem soll eine mobile Toilettenanlage aufgestellt werden. Die Nutzung der Schanze mit großen Plastikkugeln soll über einen Vertrag mit der Stadt geregelt werden. Dabei wird auch vereinbart, dass die Sprunganlage für andere Veranstaltungen wie das Festival an der Schanze weiterhin uneingeschränkt genutzt werden kann. Mit dem Schützenverein, der bei Veranstaltungen die Parkplätze benötigt, sollen noch eigene Gespräche geführt werden.

Derzeit prüft das Landratsamt noch verschiedene Aspekte. Erst wenn alle Auflagen der Behörde erfüllt werden, kommt der erneut Antrag vor den Gemeinderat. Die Wanderabenteurer planen und hoffen, dass die Zorbs im Sommer ins Rollen kommen.

    

 

Badische Zeitung vom 18. Februar 2013

Abenteuer in Kugeln

Zorbingstation an der Schanze.

  1. Mit der Riesenplastikkugel den Auslauf der Schanze in Neustadt hinab. Foto: Privat

 

 

TITISEE-NEUSTADT. Titisee-Neustadt könnte bald um eine Attraktion reicher sein. Zumindest wenn es nach den Antragstellern aus Emmendingen geht, die an der Hochfirstschanze eine Downhill-Zorbingstation erreichten wollen. Der Gemeinderatsausschuss für Umwelt udn Technik muss sich in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 19. Februar, mit einem entsprechenden Bauantrag beschäftigen.

Beim Zorbing rollen Menschen in überdimensionalen Plastikkugeln. Die großen Kunststoffbälle, auch "Zorb" genannt, bestehen aus einer äußeren und inneren Kugel, die mit zahlreichen Schnüren miteinander verbunden sind. Dazwischen ist ein Luftraum, der Schläge und Stöße abfedert. Die sogenannten Zorbonauten können darin auf gerader Ebene oder auf dem Wasser wie in einem Hamsterrad laufen. Oder aber sie lassen sich, wie in Neustadt geplant, einen Hang hinunterrollen. Bei dieser Variante können sich die Insassen in der Kugel anschnallen und festhalten.

Über das Vorhaben entscheidet nicht allein die Gemeinde. Auch das Landratsamt prüft Sicherheits- und Umweltschutzauflagen.

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Das Zorbing wurde in den 1990er Jahren in Neuseeland erfunden. Mittlerweile gibt es an vielen Orten auf der Welt Zorbinganlagen, vor allem in Touristengebieten. Die Feizeitaktivität gilt als sehr sicher. Jedoch muss gewährleistet sein, dass die Kugel nicht aus der für sie vorgesehenen Piste ausbrechen kann. Über das Vorhaben entscheidet nicht allein die Gemeinde. Auch das Landratsamt prüft Sicherheits- und Umweltschutzauflagen. Die Ausschussitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus.

    

 

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Badische Zeitung vom 7. Juni 2011

Schatzsuche macht Kindern Beine

 

HTG bietet in Gemeinden für Kinderwagen geeignete Geocaching Strecken für die Familienferien an / 1000 Schatzsucher erwartet.

 

kucky und das fam-team vor den sommerferien Foto: ralf morys

 

HOCHSCHWARZWALD / FELDBERG. Viele Erlebnistipps wie die Suche nach dem Auerhahn auf dem Wichtelpfad in Feldberg, planschen im Schluchsee oder eine Bootsfahrt auf dem Titisee hält das HTG-Maskottchen Kucky für Familienferien bereit. Das Kuckucksküken hat sich für diesen Sommer was Neues einfallen: "Zum Kuckuck ! Wo ist der Schatz " heißt es, wenn sich die Familien in den Ferienwochen auf Schatzsuche begeben. In elf Gemeinden ist eine für Kinderwagen geeignete Geocaching Strecke angelegt.

Der Hochschwarzwald ist als Region Preisträger für Familienfreundlichkeit. So gilt dem Familienurlaub eine besondere Aufmerksamkeit. Den Anteil der Familien an den Gästezahlen im Hochschwarzwald schätzt HTG-Produktmanager Volker Haselbacher auf 30 bis 40 Prozent. Im Haus der Natur stellten gestern Volker Haselbacher und der Geschäftsführer Roland Schöttle vom Naturpark Südschwarzwald die neue Schatzsuche für Familien vor. Die Schatzsuche mache den Schwarzwald erlebbar und bringe den Familien gleichzeitig die Natur und die Kultur nahe, betonte Schöttle. Deshalb unterstütze der Naturpark dieses Angebot.

 

Wer selbst Kinder hat, weiß aus eigener Erfahrung, dass die kleinen Füße an gewissen Tagen einen besonderen Motivationsschub benötigen, bevor sie sich auf Wanderwegen in Bewegung setzen. Mit einer mittels Geocaching geleiteten Schatzsuche, dürfte die Motivation bei den kleinen Gästen gesichert sein. In elf Gemeinden bietet das Kucky-Team das ganze Jahr über eine Schatzsuche mit GPS an. Die Familien bekommen in der Touristinfo kostenlos das Navigationsgerät und die Anleitung für das Geocaching. Pro Touristinfo gibt es ein Gerät, deshalb ist eine Reservierung für das Navigationsgerät erwünscht. Selbstverständlich können auch die selbst mitgebrachten Navigationsgeräte, die Schatzsuche leiten, denn die dafür benötigten Koordinaten sind auf den Anleitungen zu entnehmen benutzt werden. Die elf Touren sind jeweils drei bis fünf Kilometer lang und sind auch mit Kleinkindern und mit Kinderwagen begehbar.

Auf der Schatzsuche sind auch Fragen zu beantworten


Im Südschwarzwald gibt es maximal zwei Anbieter für das Geocaching, betont Volker Haselbacher. Der Hochschwarzwald gehe hier wieder voran. Das Erlebnis einer modernen Schatzsuche im Schwarzwald haben Philipp Hog und Timo Grießenauer aus Emmendingen kreiert. Mit ihrer Firma die Wanderabenteurer sorgen sie für Abenteuer im Freien und haben in Schluchsee-Aha und in Altglashütten bereits zwei eigene Pfade für das Geocaching angelegt.

Bei der Schatzsuche für Familien soll "der Spaß im Vordergrund stehen", betont Timo Grießenauer. Die Schatzsucher kommen auf ihrem Weg an mehreren Stationen vorbei, an denen sie Fragen zu Tieren und Pflanzen, zum Schwarzwald und dessen Geschichte zu beantworten haben. Auf Wanderwegen und -pfaden kommt man dann dem Ziel immer näher und am Ende gilt es die Schatzkiste zu suchen. Ist sie erspäht, können die Schatzsucher sie öffnen und einen kleinen Schatz entnehmen. Allerdings müssen sie auch wieder einen Schatz in die Schatzkiste hineinlegen, wie dies beim Geocaching üblich ist. Der Aufwand für die elf Strecken war enorm. 40 Stunden haben man pro Tour sicher aufgewendet und insgesamt dürften die Wanderabenteurer rund 160 Kilometer zu Fuß zurückgelegt haben, bevor die erste Familie auf Schatzsuche geht. Und das kann sie ab morgen, Mittwoch, wenn die Navigationsgeräte bei den Touristinfos bereitliegen.

Für Caroline Waldvogel, die das Kinderferienprogramm und das Kucky-Team leitet, hat das Geocaching auch den positiven Aspekt, dass die Gäste in die Region gelockt werden. Volker Haselbacher rechnet mit rund 1000 Schatzsuchern.  

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